Startseite | Kontakt | Impressum

Blackriver Chapter

Thomas



Nun ist der Director dran. Bei diesem denkt oder erhofft sich der Leser eine Riesen Story, wie er zu seiner Harley gekommen ist. Ich fragte mich, ob ich einfach beim Kauf meiner Harley anfangen soll, oder wann der Virus gepflanzt wurde. Genau kann ich es nicht mehr sagen. Doch führen die Spuren in meine Kindheit zurück.

Ich erinnere mich gerne zurück, als sie mich in der Schule ab und zu den Cowboy nannten. Jeans, Jeansjacke und braune Boots waren oft mein Markenzeichen. Schon damals oder gerade damals musste ein Harley Number One Aufnäher auf meine Jacke. Vielleicht war gerade dieser Aufnäher die Pflanzung des Virus Harley-Davidson. Bereits damals drehte sich mein Kopf nach jeder knatternden Harley um.

Dann war da noch ein Harley-Treffen auf Sylt, dass ich als ca. 16-jähriger mitbekam. In dieser Zeit bis 18 war die Zeit, wo man sich dann auch mal auf eine Enduro schwang und ein paar hundert Meter damit drehte. Die Prüfung für die 125ccm war aber noch lange keine Thema. Zuerst war das Auto dran.

Doch dann nahm das Thema Harley seinen Lauf. Im Geschäft fuhr der Mann einer Arbeitskollegin Harley. Wenn nicht täglich, so war Harley mindestens wöchentlich ein Thema. Sie informierte mich über Treffen, Ausfahrten und erzählte mir Erlebnisse mit der Harleyfamilie HOG. So versorgte sie mich schon damals mit HOG Tales und Enthusiast Magazinen. Dann war es an der Zeit, Geld auf die Seite zu legen.

Der Love Ride Nummer 3, der damals zum ersten mal in Dübendorf stattfand, war sicherlich ein Schlüsselerlebnis. Relativ früh am besagten Sonntag fuhr ich Richtung Zürich. Aufgeregt und voller Erwartung sass ich in meinem Auto. Wer kennt es nicht, das Gefühl, die erste Harley taucht auf, der Ton, es lief mir kalt den Rücken runter. Dann Harleys auf dem Rastplatz, in der Einfahrt der Autobahn und gegen Zürich immer mehr. Über den Love Ride muss ich an dieser Stelle wohl nichts mehr erwähnen.

Das ging drei geschlagene Jahre so weiter, bis ich im Jahre 96 die 125ccm machte. Mit dieser ging es dann auch schon mit Harleykollegen an die Supperrally in A-Nenzing. Es folgte die Zeit wo sich der Kontostand erfreulicherweise der Harley-Marke näherte. So befasste ich mich mit den Modellen und entschied mich für einen FXSTC. Doch da waren noch zwei Probleme. Zum einen hatte ich die grosse Prüfung noch nicht und zum anderen, wo bekomme ich eine Schwarz/Chrom FXSTC. Ich klapperte sämtliche Händler der Ostschweiz ab und musste plötzlich feststellen, dass bei Luebers in Schwarzenbach die Maschine meiner Vorstellung im Laden stand.

Nun war handeln angesagt. Nicht wegen dem Preis, sondern weil es in der ganzen Schweiz kein solches Modell in schwarz mehr gab. Ein rascher Entscheid war gefragt. Ich erinnere mich noch gut, als ich Caroline den Deal bestätigte und an einem Samstag im August 97 mit einem "Haufen" Geld mit dem Zug nach Schwarzenbach fuhr.

Dann stand sie also da im Laden, die Harley, bezahlt, doch die grosse Prüfung war erst im Mai des folgenden Jahres.

In den folge Monaten besuchte ich meine Harley jeweils am Wochenende. Wissen tat das ganze aber niemand. Es war einzig und alleine mein Geheimnis.

Die Zeit verging und ich durfte meine FXSTC abholen. Mit Badlander und Dragbar stand sie da.


Ich schwang mich zum ersten mal auf meine FXSTC, ohne jemals Probegefahren zu sein. Bereits nach wenigen Metern wurde mir klar, dass es DAS und DIE ist. Und das ist sie heute noch…

...war sie, denn nach acht Jahren merkte auch ich, dass ich langsam älter werde und es gerne etwas komfortabler habe. So bin ich nun seit Jahren begeisterter Electra Glide Fahrer und kann diese Touring Maschine nur weiterempfehlen.



übrigens hier noch ein Buchtip:

"HOG FEVER" (in englisch)

The Hard Ride to Harley Haven von Richard La Plante erschienen im Pocket Books Verlag in England

"Highly readable, full of anecdotes and insights. La Plante has a great sense of humour which jumps out at every page...

The best Harley book I have ever read"...

Sunday Express
"Ein Buch der Extraklasse! Wer sich wiedermal 263 Seiten lang amüsieren und laut rauslachen möchte. Ein Buch das Gefühle rund um die Harley nicht schöner beschreiben könnte"